IPS_1(Foto: W. Schiefer)

Zu einer vorgezogenen Bescherung haben sich kurz vor Weihnachten knapp einhundert Gäste im Atrium des Niederzierer Burggebäudes getroffen. Traditionell schüttete die Stiftung im altehrwürdigen Gemäuer der Gemeindeverwaltung ihre Mittel aus. Ganz im Sinne der Stiftungssatzung wurden in diesem Jahr wieder Menschen aus der Region bedacht, denen es wirtschaftlich nicht gut geht. Außerdem erhielten Vereine, die sich um Tiere in Not kümmern, willkommene Geldspritzen. Dazu gehören seit Jahren Vereine, die ihre vierbeinigen Freunde als Therapietiere zum Wohle von Menschen einsetzen.

Erfreut stellt die Vorsitzende des Stiftungsvorstandes, Marie-Theres Innecken-Prüss, fest, dass der vierstellige Ausschüttungsbetrag mit einer stolzen Neun beginnt. Dank zahlreicher Spender konnten 9.065,63 Euro ausgeschüttet werden – ein in Zeiten von Niedrigzinsen beachtliches Ergebnis. Zur festen Einrichtung der Stiftung gehört die Aktion Weihnachtspakete, die in Kooperation mit der Gemeindeverwaltung in diesem Jahr 24 Einzelpersonen und fünf Familien mit Kindern zugute kam. An die Paketaktion erinnerte die Stiftungsvorsitzende, indem sie Bürgermeister Hermann Heuser symbolisch ein solches Paket überreichte. Die Geschenkkartons enthielten vor allem auch wieder Gutscheine, die individuelle Einkäufe ermöglichen. „Diese Gutscheine haben vor allem etwas mit Würde zu tun, denn so können die Empfänger gezielt Dinge einkaufen, die ihnen wichtig sind oder ihnen Freude machen“, stellte Hartmut Prüss in seiner Moderation fest. Ebenso fest etabliert ist die Hilfe für so genannte Härtefälle. Bewährt hat sich, dass die Stiftung Einkaufsgutscheine für Oberbekleidung und Schuhe zur Verfügung stellt, wenn aus der Wohnanlage Sophienhof Niederzier und dem AWO-Zentrum Huchem-Stammeln entsprechende Hinweise kommen.

Insgesamt neun Vereine und Organisationen aus der Region wurden beim Stiftungsfest bedacht und mit fast 5.000 Euro für ihr karitatives Wirken finanziell unterstützt. Seit Gründung im Jahr 2006 hat die Stiftung somit insgesamt 95.463,74 Euro ausgeschüttet. Angesichts dieses Ergebnisses dankte Marie-Theres Innecken-Prüss noch einmal den Spendern, die teilweise seit Jahren immer wieder ihr Scherflein beitragen.

Begünstigte sind in diesem Jahr der Caritasverband für die Region Düren-Jülich für Tiertherapie mit Senioren, die Hospizbewegung Düren-Jülich, die Lebens- und Trauerhilfe Düren-Jülich, der Pferdegnadenhof „Mona und Freunde“ in Echtz, der Verein „Soziale Arbeit für Mensch und Tier“ (Samt) Jülich, der Verein Tiere als therapeutische Begleiter Jülich, die Tiernothilfe Niederzier sowie der Verein Katzen in Not Düren.

Zum Thema Stifterpreis lüftete Marie-Theres Innecken-Prüss das bis zur Veranstaltung gut gehütete Geheimnis, wer die mit 1000 Euro dotierte Ehrung erhält. Diesmal fiel die Wahl des Vorstandes auf den Niederzierer Bürgermeister Hermann Heuser, der diese Auszeichnung gerne als Dank für sein Verwaltungsteam entgegennahm. Bei der Laudatio unterstrich Marie-Theres Innecken-Prüss ausdrücklich die „Menschlichkeit im Amt“. Erste Gratulanten waren Landrat Wolfgang Spelthahn sowie dessen Stellvertreterin Helga Conzen. Mit Hinweis auf den soeben Geehrten regte Spelthahn an, dass auch parteiübergreifend mancher Bundes- oder Landespolitiker sich an erfahrenen und engagierten Kommunalpolitikern orientieren sollten. Dann gehöre das Wort Politikverdrossenheit schnell der Vergangenheit an.

IPS_3Der frisch ausgezeichnete Träger des Stifterpreises 2019, der Niederzierer Bürgermeister Hermann Heuser mit Marie-Theres Innecken-Prüss (Foto: H. Prüss)

Musikalisch umrahmt wurde das Stiftungsfest von einem Ensemble der Musikschule Niederzier unter Leitung von Eva Maria Gaul. Für einen zum Nachdenken anregenden Impuls sorgte die Ehrenvorsitzende des in Berlin ansässigen Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes, Gerda Graf aus Kreuzau-Drove, die 2015 selbst Trägerin des Stifterpreises war. Die Referentin stellte den alten Begriff der Demut in den Mittelpunkt und betonte, dass die Gesellschaft zunehmend mehr Menschen brauche, „die mit Mut und Zivilcourrage“ Anderen dienen. Ein reger Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten stand beim anschließenden gemütlichen Beisammensein im Mittelpunkt.

 

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