Gelungene Paketaktion und Zuschüsse an Vereine. 13.839,97 Euro für regionale Projekte. Innecken-Prüss-Stiftung verleiht Stifterpreis.

Ein Fest ohne Gäste – undenkbar. Aber die Corona-Pandemie macht auch erfinderisch. Die Verantwortlichen der Innecken-Prüss-Stiftung hatten bei der Vorstandssitzung im Herbst vorsorglich Alternativen zur Gestaltung des traditionellen Stiftungsfestes eingeplant. Dabei blieben zwei wichtige Ziele stets im Fokus: Erstens sollten die Erträge zum Wohle von Menschen und Tieren in Not planmäßig verteilt werden und zweitens wird, nach coronabedingter Unterbrechung im Vorjahr, für das Jahr 2021 wieder ein Stifterpreis ausgelobt. Unter den aktuellen Vorgaben und mit gebotenen Vorsichtsmaßnahmen wurde daraus eine schöne Bescherung in drei Etappen.

Der erste Schritt wurde Mitte Dezember gemacht, und folgte einem bereits zur Tradition gewordenen Ritual. Seit nunmehr 14 Jahren verteilt die Innecken-Prüss-Stiftung mit organisatorischer Unterstützung der Gemeinde Niederzier Weihnachtspakete an Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. „In diesem Jahr haben wir insgesamt 46 Pakete zum Weihnachtsfest gepackt,“ berichtet Marie-Theres Innecken-Prüss, Vorsitzende und Namensgeberin der gemeinnützigen und mildtätigen Stiftung. Nach den guten Erfahrungen der vergangenen Jahre lagen den Paketen Gutscheine für einen Einkaufsmarkt, eine örtliche Metzgerei sowie einen Drogeriemarkt bei, damit die Empfängerinnen und Empfänger auch nach eigenen Bedürfnissen und Wünschen einkaufen gehen können. In den Paketen für Familien gab es zudem einen weiteren Gutschein für eine ortsnahe Buchhandlung, um beispielsweise dringenden Schulbedarf ihrer Kinder zu bezuschussen. Seit Jahren stellt die Stiftung auch Wertgutscheine für Oberbekleidung und Schuhe zur Verfügung, deren Verteilung in Absprache mit den beiden Einrichtungen Sophienhof Niederzier und AWO-Seniorenzentrum Huchem-Stammeln abgewickelt wird.

Symbolische Übergabe: Der Niederzierer Bürgermeister Frank Rombey nimmt von Marie-Theres Innecken-Prüss ein Paket entgegen.               (Foto: Hartmut Prüss)

In kleiner Besetzung sollte dann der zweite Teil des Festes stattfinden. Das Treffen „zwischen den Jahren“ im Atrium des Burggebäudes der Gemeindeverwaltung Niederzier hat sich im Laufe der Jahre zu einem „Fest der Begegnung“ entwickelt, weil die Gäste trotz ihrer individuellen Ziele eine gemeinsame Richtlinie haben, nämlich Menschen und Tieren zu helfen, was wiederum Zweck der Innecken-Prüss-Stiftung ist. „Wir alle – Vorstand, Aktive und treue Unterstützer – hoffen natürlich, dass im nächsten Jahr Begegnungen dieser Art wieder möglich sind“, unterstreicht die Vorsitzende. Erfreut konnte sie berichten, dass die Stiftung in diesem Jahr 13.839,97 € zur Verfügung gestellt hat. Seit Bestehen im Jahr 2006 sind damit 120.125,07 € ausgeschüttet worden.

Obwohl das Treffen pandemie-bedingt kurzfristig abgesagt werden musste, wurden sieben Vereine bzw. Verbände mit Zuschüssen für ihre Arbeit bedacht, diesmal kam der Zuschuss als „stille Post“. Das Geld wurde kurzerhand aufs Konto überwiesen. Über Mittel der Stiftung durften sich der Caritasverband Düren-Jülich, die Lebens- und Trauerhilfe im Kreis Düren, der Pferdegnadenhof „Mona und Freunde“ in Echtz-Konzendorf, der Verein Soziale Arbeit für Menschen und Tier (SAMT) in Jülich, die Tiernothilfe Niederzier, der Verein Katzen in Not Düren sowie der Tierschutzverein für den Kreis Düren freuen.

Zur dritten Etappe – der Verleihung des Stifterpreises – öffnete der Bürgermeister der Gemeinde Niederzier, Frank Rombey, die Tür seines Beratungszimmers. Dort konnte unter Einhaltung der Corona-Regeln der Stifterpreis 2021 in Petra Maria Geltenpoth verliehen werden. Marie-Theres Innecken-Prüss hob vor allem das unermüdliche Engagement der Preisträgerin hervor. Die Tierfreundin Geltenpoth war Initiatorin zur Gründung des Pferdegnadenhofs „Mona und Freunde“ e.V. in Konzendorf. Dort versorgt sie mit weiteren engagierten Ehrenamtlern „freigekaufte Pferde“, um ihnen einen würdigen Lebensabend zu ermöglichen. Der Niederzierer Bürgermeister Frank Rombey gratulierte der Preisträgerin und würdigte zugleich das Engagement der Stiftung. Dieses Wirken, zu dem auch die seit Jahren bewährte Weihnachtspaket-Aktion gehört, mache die Gemeinde Niederzier noch sozialer.

Glückwünsche für Petra Maria Geltenpoth (vorn, Bildmitte). Erste Gratulanten waren der Niederzierer Bürgermeister Frank Rombey, Marie-Theres Innecken-Prüss und Prof. Dr. Heinz-Jürgen Kalb (beide Stiftungsvorstand) sowie Mechthild Heisinger vom Pferdegnadenhof „Mona und Freunde e.V.“ in Echtz-Konzendorf.                        (Foto: Hartmut Prüss)

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